Selbstversorgung Schritt für Schritt denken
Ackerfläche, Weiden, Wald, mehrere Wasserquellen und ein bereits bewohnbares Haus schaffen eine breite Ausgangsbasis. Wie intensiv man diese Möglichkeiten nutzt, kann sich über Jahre entwickeln – vom großen Hausgarten bis zu einem weitgehend eigenständigen Hofkonzept.
Viele Bausteine sind bereits vorhanden
Selbstversorgung bedeutet nicht, sofort alle 20 Hektar bewirtschaften zu müssen. Die vorhandene Aufteilung erlaubt vielmehr, klein zu beginnen und nur die Bereiche einzubeziehen, die zum eigenen Alltag und Arbeitsaufwand passen.
Ca. 2 ha Acker
Der direkt angrenzende, separat abgetrennte Gemüsebereich ist in diesen ca. 2 ha bereits enthalten.
Ca. 4,5 ha Weiden
In kleinere Koppeln unterteilt, mit zwei natürlichen Tränken und vorhandenen Schattenbereichen.
Ca. 12 ha Wald- und Forstflächen
Eine Mischung aus naturbelassenem Wald, Aufforstungsbereichen und weiteren forstlich nutzbaren Flächen.
Mehrere Wasserquellen
Brunnen, zwei Bachläufe, Río Pirapó und bereits vorhandene Wasserzapfstellen auf einem Teil des Grundstücks.
Vom Hausgarten bis zur größeren Anbaufläche
Für den täglichen Bedarf muss nicht die gesamte Ackerfläche genutzt werden. Ein intensiver Garten in Hausnähe kann den Anfang bilden; die größere Ackerfläche bleibt als Reserve für Kulturen mit höherem Flächenbedarf, Futter, Marktgärtnerei oder spätere Erweiterungen.
Auf dem Grundstück wachsen bereits verschiedene Obst-, Nuss- und Nutzpflanzen. Dazu gehören unter anderem Guaven, Mango, Avocado, Pitanga, mehrere Zitrusarten, Bananen, Maulbeere, Pflaume, Pekanuss und weitere Arten. Der Bestand umfasst ältere Bäume und jüngere Pflanzungen.
- Gemüsebereich in kurzer Distanz zum Wohnhaus
- größere Ackerfläche für spätere Erweiterungen
- bestehende Obst- und Nutzpflanzen als Ausgangspunkt
- Wasserzapfstellen erleichtern die Bewässerung auf bereits erschlossenen Bereichen
Tierhaltung ist möglich – aber kein Muss
Die Weideflächen sind bereits in kleinere Bereiche unterteilt. Zwei natürliche Tränken, einzelne Schattenbäume, zwei Tierställe und ein Corral mit Platz für etwa 20 Rinder bilden eine vorhandene Infrastruktur, die für verschiedene Haltungsformen weitergedacht werden kann.
Für einen klassischen Selbstversorgerhaushalt wären auch wesentlich kleinere Tierbestände denkbar: Hühner, einige Schafe oder Ziegen, einzelne Rinder oder andere Tiere passend zum eigenen Bedarf. Die vorhandene Fläche lässt die Entscheidung offen.
Bereits vorhanden
- mehrere Koppeln
- zwei natürliche Tränken
- zwei Tierställe
- Corral
- Wasserzapfstellen auf einem Teil der Fläche
Wasser als zentraler Baustein
Direkt am Haus befinden sich ein Tiefbrunnen und ein Schachtbrunnen mit Hauswasserwerk und 2.000-Liter-Tank. Ein weiterer Schachtbrunnen liegt am Waldrand. Hinzu kommen ein kleiner Bachlauf im vorderen Grundstücksbereich, ein weiterer meist trockener Bachlauf im Wald und – getrennt davon – der Río Pirapó an der hinteren Grenze. Die Leitung für städtisches Wasser ist außerdem bis zum Haus verlegt.
Welche Wasserquelle für Trinkwasser, Bewässerung oder Tierhaltung genutzt wird, hängt vom jeweiligen Zweck ab. Die Vielfalt der vorhandenen Quellen schafft dafür mehrere Optionen.
Wald nicht nur als Nutzfläche
Die Wald- und Forstflächen können Brenn- und Nutzholz, Schatten, Mikroklima und Rückzugsraum miteinander verbinden. Im Bereich des Waldes wurden bereits verschiedene heimische und regional typische Baumarten nachgepflanzt, darunter Lapacho, Curupaý, Yvyra Pyta, Timbó und Cedro.
Ein Selbstversorger-Konzept muss diese Flächen deshalb nicht maximal wirtschaftlich nutzen. Ein Teil kann bewusst naturbelassen bleiben, während andere Bereiche langfristig gepflegt oder ergänzt werden.
Intensiv in Hausnähe, extensiver nach außen
Ein praktikables Prinzip ist, die arbeitsintensiven Bereiche rund um Haus und Garten zu bündeln. Daneben kann eine überschaubare Ackerfläche für Feldkulturen liegen; weiter außen bieten die größeren Weideflächen Platz für Tierhaltung, während Wald und Aufforstungsbereiche deutlich weniger tägliche Arbeit erfordern.
So viel Selbstversorgung, wie zum eigenen Leben passt
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